2. Spieltag (U13/U16)

Am vergangenen Sonntag stand in Aarau der zweite Spieltag der BESJ-Liga an. Nach dem ersten und insbesondere für die U16 erfolgreichen Spieltag, war die Vorfreude umso grösser. Jedoch brachte dies auch gewisse Erwartungen mit sich. Nachdem am ersten Spieltag sämtliche Spiele zu gunsten von Aarau entschieden wurden, war es an der Zeit dies vor heimischem Publikum unter beweis zu stellen.


Der Turnierverlauf des U13 Teams blieb genau gleich, gegen die deutlich stärkeren Teams wie Wygorazzi, Buchsitacklers und Explosiv verloren sie, gegen Rüegsau

und Thun konnten sie jedoch gewinnen wie am letzten Spieltag auch. So lösten sie sich mit 8 Punkten von den Tabellenschlusslichtern Thun (4 Pkte.) und Rüegsau (0 Pkte.) bleiben aber vorerst im Tabellenmittelfeld, da der nächste Gegner ebenfalls bereits sechs Punkte vor ihnen liegt.


Der erste Match des U16 Teams erfolgte gegen den, zu beginn des Turniers, direkten Verfolger. Thun war gerade mal zwei Punkte hinter Aarau und somit der engste verfolger neben Wygorazzi. Das Spiel war lange sehr ausgeglichen, doch die Aarauer schienen trotz langem einwärmen und mentalen Übungen nicht wach. Thun konnte das Spieldiktat zwar nicht an sich reissen, führte trotzdem grösstenteils mit 3:2. Den Aarauern gelang zwar der Ausgleich, doch ein Sieg wäre definitiv möglich gewesen, da waren sich Trainer und spieler einig. Gleich im nächsten Spiel kam mit Wygorazzi der nächste Verfolger der Aarauer. Zwar wurde in der Spielfreien Pause viel diskutiert und ausgetauscht, doch eine Änderung auf dem Spielfeld war in weiter Ferne. Das Team wirkte unglaublich schläfrig, ideenlos und zum zuschauen war es (als Fan der Aarauer) einfach nur langweilig. So war es durchaus verdient, dass Wygorazzi das Spiel mit 3:1 entscheiden konnte.


Im nächsten Spiel hiess der Gegner Buchsitacklers, das Team war am ersten Spieltag nicht dabei und wir gewannen somit 5:0(ff). Was nun auf uns wartete war dem Team als völlig unbekannt. Es war aber jedem bewusst, dass nun dringend der Schalter im Kopf umgelegt werden muss, damit das Unihockey gespielt werden kann was das Team eigentlich bieten kann. Doch stattdessen schien das Team noch schläfriger und die Buchsitacklers konnten einen, von insgesamt nur zwei Siegen an diesem Tag, gegen Aarau feiern. Bei der Teambesprechung musste nicht viel gesagt werden, die erste Hälfte des Turniertags war einfach nur eine pure Enttäuschung für Spieler, Trainer und Zuschauer.


Der Weckruf schien das Team wachgerüttelt zu haben, es wurden taktische gedankenanstösse gegeben und Auslösungen auf dem Spielfeld besprochen. Das Team wirkte wie verwandelt, in der Deffensive wurde konzentriert und konsequent verteidigt. Agressiv aber fair bot man den Rüegsauern kaum Abschlussmöglichkeiten wertete jedoch die sauber kreierten Offensivchancen aus und gewann das Spiel deutlich und verdient mit 6:0! Dies war der definitive Weckruf zum Comeback an diesem Spieltag. Der zweitletzte Match gegen den UHC Kranich aus Gstaad verlief nahezu gleich, deffensiv konzentriert und offensiv effizient zeigte die Mannschaft ihr wahres Potential. Gleich mit 9:0 fegten die Adler die Kraniche aus dem Horst.


Der letzte Match des Tages gegen Exposiv bot nochmals richtige Spannung. Das Hinspiel wurde klar und deutlich mit 7:1 gewonnen, doch Explosiv war an diesem Tag in Topform. Das Spiel startete wieder mit 0:0 und erforderte nochmals alles von Jedermann und Jederfrau ab. So war es Exposiv die 1:0 in Führung gingen, oder noch nicht? Der Ball landete aus Sicht der Spieler und Trainer deutlich am Pfosten und spickte wieder weg vom Tor, doch der Treffer zählte… Die Mannschaft regte sich nur kurz darüber auf und kämpfte weiter, schoss kurz darauf das 1:1 und gar das 2:1. Mit der Zeit war klar ersichtlich wer das bessere und dominierende Team war. Die Aarauer schienen dem 3:1 näher als Explosiv dem Ausgleichstreffer und prompt schossen sie das 2:2. Doch auch dieser Treffer schien zuerst höchst umstritten, der Ball flog ebenfalls ans Aluminium und spickte zurück. War es die innere oder die äussere Querlatte? Auch dieser Treffer zählte, so war die Partie wieder ausgeglichen. Ein weiterer Genickbruch für das Team was die Spielerinnen und Spieler psychisch vor grosse herausforderungen stellte. Trotzdem blieben sie dran und spielten super Unihockey. Beim zwischenstand von 4:4 folgte der absolute Wahnsinn. Die dritte umstrittene Szene im selben Spiel, bei einem “Buebetrickli” gelangt der Ball ins Netz, 5:4 für Explosiv. Doch der Torhüter reklamiert es habe ein Loch im Seitennetz, was auch wirklich da und deutlich sichtbar war. Leider wurde auch in dieser “bränzligen” Situation nicht zu Gunsten der Aarauer entschieden. Die wenigen Sekunden vor schluss reichten nicht mehr aus um den so bitternötigen Ausgleich zu schiessen und das Spiel ging mit 4:5 zu Gunsten von Explosiv.


Nach dem Match bezeugten jedoch diverse Fans (von Aarauer Seite) dass sicherlich zwei der drei heissen Situationen drinn waren. Der Lattenschuss war die innere Latte und das Loch im Netz war zu klein dass ein Ball so einfach durchrutschen könnte. Zudem hatte der Torhüter eine winzige Lücke wischen Schoner und Pfosten offen, so war dies ebenfalls ein regulärer Treffer. Der Pfostenschuss zum 1:0 blieb streitig…


Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Nun heisst es vollen Fokus auf den dritten und vorentscheidenden Spieltag am 16. Februar in Münchenbuchsee. Klar ist, es braucht volle Konzentration von jedem, sei es auf dem Feld oder auf der Bank, Spieler, Torhüter oder Trainer. Wenn alle am gleichen Strick ziehen ist deutlich mehr möglich. We’ll come back stronger!


Für Aarau (U16)

Tor: Simeon
1. Linie: Nico, Nick, Benj, Tabea/Noemi
2. Linie: Gian, Levi, Jamin, Tabea/Noemi
3. Linie: Mias, Nick, Zakariye, Tabea/Noemi